Imker Günter

Imker Günter liefert uns seit vielen Jahren herrlichen demeter-Honig. Für diesen milden Cremehonig sammeln seine Bienen Nektar von Kornblume, Distel und Löwenzahn in unberührter deutscher Naturlandschaft. Günter imkert auf biologisch-dynamische Weise.

„Der Respekt eines biologisch-dynamischen Imkers vor seinen Bienen sprach mich sofort an und so ist auch meine Passion zum biologisch-dynamischen Imkern entstanden. Ich arbeite intensiv mit Bienenvölkern zusammen, ihren biologischen Bedürfnissen, ihren natürlichen Lebensraum zu respektieren und dem Rechnung zu tragen. Ich bin ein glücklicher Imker, der seinen Honig nicht gegen die Natur der Ernte, mehr mit dem natürlichen Rhythmus und der Entwicklung der Bienen sieht. So können die Bienen auch glücklich sein. Ich liebe meine Bienen und die Bienen lieben mich, ich kenne sie sehr gut und sie kennen mich. Es ist eine innige Verbundenheit. Lass’ die Bienen so weit wie möglich in Frieden, dann werden die Bienen aus eigener Kraft stärker, so meine Philosophie.“

Seine Bienenvölker bauen die natürlichen Waben selbst und vergrößern so das Volk auf natürliche Weise. „Jedes Volk baut nämlich auf seine eigene Weise, durch einen organischen Prozess, der aus den Bienen selbst kommt. So ist der Bau einer Wabe ein Spiegelbild des Volkes und nicht nur lebloses Mobiliar. Die Vergrößerung des Volkes durch den natürlichen Schwarmprozess steht sehr nah an der Natur. Die Verbindung zwischen Arbeitsbienen und der Königin ist dadurch viel stärker, das Volk ist vitaler und ein eng verbundener Organismus.

Es ist nun 35 Jahre her, daß Günter mit dem Imkern angefangen hat und hat inzwischen 500 Völker. Letztendlich sollen es einmal 700 bis 1000 Völker werden. Mathias, einer seiner vier Söhne, arbeitet seit 2010 mit in der Imkerei. Sein Sohn Tobias hat bei ihm Imker gelernt und will nach seinem Studium zurück in die Imkerei. Günter teilt seine Erfahrungen und Kenntnisse nicht allein mit seinen Söhnen, sondern zeigt seit vielen Jahren in Kursen Imkern das dynamisch-biologische Imkern, wie auch das Imkern allgemein. Zusätzlich arbeitet er an seinem Projekt in Ägypten, wo sie die Ägyptischen Bienen (Apis Mell. Lamarkii) zu retten versuchen, die im Nildelta leben und vom Aussterben bedroht sind. Das betrifft eine außergewöhnliche Biene, die gegen die Varroa-Milbe resistent ist. Günter nimmt sich auch die Zeit über Verbesserungen in seiner eigenen Imkerei nachzudenken: „Im Sommer leben wir im Rhythmus des Bienenvolkes, dann in der Winterzeit ruhe ich aus und denke nach über „Fehler“, die ich gemacht habe, um daraus in Zukunft zu lernen. Ich lasse die Bienensaison nochmals Revue passieren und fasse nochmals zusammen, um mich weiterzuentwickeln als Mensch und als Imker.“

Über die Bienenseuche Varroa wurde viel in den Medien gesprochen und hatte auch Einfluß auf die Bienenvölker von Günter. 2014 hatte er bereits einen CCD (Colony collapse disorder): das Verschwinden der Arbeitsbienen. „Imkern ist dadurch heute noch schwieriger geworden. Das kommt daher, daß die Umweltfaktoren nicht mehr gegeben sind, die Bienen unterfüttert sind (quantitativ und qualitativ), und dadurch sehr verletzbar sind. Wir probieren, durch unsere Arbeit die Vitalität unserer Bienen zu erhöhen. Natürlich müssen auch wir Bienenkrankheiten behandeln (nur organisch). Jeder, der die Bienen gut beobachtet , wird erkennen, daß es die Bienen selbst sind, die sehen, wohin die Entwicklung geht.“

Wenn Ihr Günter fragt, welches der leckerste Honig ist, ist seine Antwort klar: sein eigener demeter-Honig und das war schon immer so. „Ich probiere so zu arbeiten, als wäre der Honig für mich selbst, mit meinem eigenen Anspruch an Qualität und Geschmack.“